Kunst braucht Freiräume – keine Verbote!

In den vergangenen Wochen wurde immer wieder über „Schmierereien“ in Nordhäuser Zeitungen und Sozialen Netzwerken geschrieben oder in diesem Zusammenhang gar von Vandalismus gesprochen.Nach Ansicht vieler entscheidet dabei über die Frage, was Kunst ist und was nicht lediglich die Gesetzgebung. Von Beschmutzung ohne Sinn und ohne Aussage ist in diesem Zusammenhang oft die Rede. Wir als Jugendorganisationen sehen darin allerdings mehr so etwas wie die kulturelle Aneignung des öffentlichen Raums oder den Versuch etwas Farbe in die graue Stadt und das ebenso triste Leben in ihr zu brinngen. Fragt man sich einmal, welche Möglichkeiten Künstler*innen sonst haben, im öffentlichen Raum ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, landet man schnell bei einer sehr ernüchternden Antwort: Keine. Hier mal ein Stromhäuschen, da mal eine Turnhallenwand – immer auf ein Projekt mit einer ausgewählten Gruppe junger Menschen. Nichts davon ist jedoch Kreativen dauerhaft freigegeben. Sie haben keine Chance, ihre Kunst nachhaltig und dauerhaft im öffentlichen Raum zu präsentieren und weiterzuentwickeln. Andere Städte wie etwa Jena sind da deutlich weiter: Hier werden öffentliche kommunale Flächen einfach frei für Künstler*innen zur Verfügung gestellt. Auch in Nordhausen gibt es dafür genügend Potential, das bisher aber einfach nicht genutzt wird. Stattdessen kriminalisiert man Kunst und schreit nach mehr Überwachung. Wir fordern daher endlich kommunale Flächen für Kreative frei zu Verfügung zu stellen!


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