Neue Dimension der Menschenverachtung in Nordhausen erreicht

Anlässlich des 72. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora brachte der Verein Jugend für Dora in Nordhausen rund 40 Aufkleber auf vielbegangene Fußwege auf. „Eine sehr schöne Aktion, um auf den Jahrestag der Befreiung hinzuweisen und gleichzeitig die Menschen dazu zu bewegen, darüber auch zu diskutieren“, begrüßt die linksjugend[‘solid].sds.Nordhausen die Aktion der Jugend für Dora.

„Was aber am Tag nach der Aufbringung passierte, ist auch für uns eine neue Dimension der Menschenverachtung. Nahezu sämtliche Aufkleber wurden widerrechtlich entfernt. Das ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht für die jungen Menschen, die sich in diesem Projekt engagiert haben, sondern auch eine Verhöhnung aller Opfer, die der nationalsozialistische Terror während des zweiten Weltkrieges gefordert hat“, erklärt der linke Jugendverband.

„Menschen, die zu so etwas fähig sind, haben nichts mit einem besorgten Bürger*innentum zu tun, sie sind nichts anderes als Anhänger*innen faschistischer und neonazistischer Strukturen und Ideologien. Das Nordhausen ein Problem mit solchen Personen hat, ist sicherlich nicht neu. Dass diese aber mitten am Tag zu solchen Aktionen fähig sind, zeigt auch, wie sicher sie sich mittlerweile in Nordhausen fühlen“, gibt die linksjugend zu Bedenken.

„Wir solidarisieren uns mit der Jugend für Dora, den Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte und sowie allen Opfern des nationalsozialistischen Terrors gegen die dieses Abreißen gerichtet war. Außerdem regen wir alle Menschen dazu an, an der Diskussion auf der, eigens dafür eingerichteten, Webseite unter http://www.jfd72.wordpress.com/ teilzunehmen“, so der linke Nachwuchsverband abschließend.


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